Ameisen erkennen: Welche Ameisen sind im Haus wirklich gefährlich?

Viele Hausbesitzer entdecken Ameisen im Haus – doch nur wenige wissen, welche davon tatsächlich die Substanz des Gebäudes gefährden können. Die Glänzendschwarze Holzameise (Lasius fuliginosus) und die Braunschwarze Rossameise (Camponotus ligniperda) sind Beispiele für Arten, die Holz zersetzen und über Jahre hinweg massive Schäden anrichten können.

Andere wiederum, wie die Schwarze Wegameise, sind eher lästig und treten nicht so oft als Materialschädlinge auf.

In diesem Überblick stellen wir Ihnen die wichtigsten Ameisenarten vor, die im und am Haus vorkommen. Sie erfahren, woran Sie sie erkennen, wie gefährlich sie sind – und was Sie tun können.


Glänzendschwarze Holzameise (Lasius fuliginosus)

Diese Art gilt als die gefährlichste Holzameise Mitteleuropas. Sie lebt in kartonartigen Nestern, die sie im Inneren von feuchtem Holz anlegt. Besonders tückisch: Die Kolonie besteht oft aus mehreren Königinnen (polygyn) und verteilt sich auf mehrere Nester (polydom).

Solche Strukturen sind mit herkömmlichen Mitteln kaum zu bekämpfen.
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(Braun)schwarze Rossameise (Camponotus ligniperda)

Sie zählt zu den größten heimischen Ameisenarten – ihre Kolonien befallen meist trockene, tragende Holzkonstruktionen. Die Tiere nagen sich regelrecht Gänge und Kammern ins Holz – nicht, um es zu fressen, sondern um dort zu leben.

Eine einzige Königin kann über 10 Jahre alt werden – ein Umstand, der vielen Betroffenen gar nicht bewusst ist.
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Große Rossameise (Camponotus herculeanus)

Diese Art ähnelt der (Braun)schwarzen Rossameise, kommt aber eher in höheren Lagen oder kühleren Regionen vor (Gebirgs-Rossameise). Typische Befallsorte sind Blockhäuser, Dachbereiche oder Außenverkleidungen aus Holz. Auch sie kann schwer zu entdecken sein.
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Braune Wegameise (Lasius brunneus)

Oft unterschätzt: Die Braune Wegameise nistet bevorzugt in feuchtem Holz, besonders in Altbauten, Fensternähe oder im Dachgeschoss. Ihr Befall bleibt lange unbemerkt, da sie sich überwiegend im Inneren von Hohlräumen bewegt.
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Schwarze Wegameise (Lasius niger)

Diese Ameise ist sehr häufig – aber nicht holzzerstörend. Sie sucht nach Nahrung und legt Nester in Erdreich oder Mauerritzen an. Befindet sich ihre Kolonie im Haus, kann sie zur Plage werden – immer öfter findet man ihre Kolonien auch in Konstruktionsholz. Dann kann diese Ameise auch als Materialschädling angesehen werden und muss bekämpft werden.
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Rotrückige Wegameise (Lasius emarginatus)

Eine wärmeliebende Art, die oft in Städten vorkommt. Ihre Nester befinden sich in Spalten, Steinritzen oder Hohlräumen – auch hinter Fassaden. Sie ist für vorgeschädigtes Holz gefährlich und sehr hartnäckig.
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Mediterrane “Riesenameise” (Tapinoma magnum)

Diese eingeschleppte Art breitet sich in Süddeutschland zunehmend aus. Sie bildet riesige Kolonien, ist kaum mit Hausmitteln bekämpfbar und nistet auch in Gebäuden. Eine Einschätzung durch einen Experten ist hier besonders wichtig.
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Gelbe Wiesenameise (Lasius flavus)

Harmlos, aber oft irritierend. Diese unterirdisch lebende Art taucht manchmal in Kellern oder Estrichbereichen auf. Sie baut keine Holznester und stellt keine Gefahr für Bausubstanz dar.
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Rote Waldameise (Formica rufa)

Sie wird regelmäßig mit Holzameisen verwechselt – dabei ist sie streng geschützt. Ihre Nester befinden sich im Wald, aber Schwärmer oder Ausläuferkolonien können sich in Siedlungsnähe verirren. Eine Bekämpfung ist nicht erlaubt.
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Was tun bei Ameisenverdacht im Haus?

Wenn Sie Ameisen im Haus bemerken, ist der erste Schritt: klären, um welche Art es sich handelt. Nur so lässt sich entscheiden, ob Handlungsbedarf besteht – und welche Methode hilft.

1. Kostenloser Holzameisen-Check Online

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2. Mikroskopische Analyse beauftragen

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Ihr Experte für Schädlings-/Holzameisen-Bekämpfung:

Dr. Gerhard Binker

Binker Materialschutz GmbH
Westendstrasse 3
D – 91207 Lauf bei Nürnberg

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E-Mail: verwaltung@binker.de

Baubiologe und Holzameisen-Experte Dr. Gerhard Binker

Bildnachweis:
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