Die Große Rossameise (Camponotus herculeanus) ist ein seltener, aber ernstzunehmender Holzschädling – besonders in kühlen oder feuchten Lagen. Sie tritt häufig in Gebirgsregionen auf, kann jedoch auch Gebäude in tieferen Lagen befallen, vor allem bei feuchtem Holz und mangelnder Belüftung.
Trotz ihrer Größe bleibt der Befall oft lange unentdeckt: Die Tiere sind meist nachtaktiv, meiden offene Laufwege und nisten tief im Holz.
Viele Hausbesitzer greifen zu Hausmitteln oder handelsüblichen Insektiziden – und merken erst spät, dass der Befall weitergeht. Denn: Diese Ameisen sind in ihrer Lebensweise spezialisiert – und mit herkömmlichen Mitteln kaum zu stoppen.
Die Große Rossameise erkennen
Lateinischer Name: Camponotus herculeanus
Größe: 6–12 mm (Arbeiterinnen), Königin bis 15 mm
Farbe: Dunkelbraun mit rötlichem Brustbereich
Verhalten: Scheu, versteckt lebend, bevorzugt kühle und feuchte Holzbereiche
Besonderheiten: Polygyn (mehrere Königinnen), polydom (mehrere Nester)
Diese Art nistet vorwiegend in altem oder dauerhaft feuchtem Holz – etwa in Dachstühlen, hinter Wandverkleidungen oder in schlecht belüfteten Holzdecken. Anders als viele andere Arten zeigt sie sich kaum offen: Es gibt selten Ameisenstraßen, kaum auffällige Aktivitäten – dafür aber oft massive Schäden im Verborgenen.
Wichtig: Die Große Rossameise wird oft mit ihrer nahen Verwandten Camponotus ligniperda (Rossameise) verwechselt. Beide Arten sind groß, leben im Holz und bilden mehrere Nester – doch herculeanus ist häufiger in Gebirgsregionen und feuchten Umgebungen zu finden.
Warum Hausmittel oft scheitern
Backpulver, ätherische Öle oder Zucker-Köder zeigen bei dieser Art kaum Wirkung. Selbst viele handelsübliche Köder wirken nicht wie gewünscht: Sie setzen zu früh ein – und die „Vorkosterinnen“ schlagen Alarm, bevor das Gift die Königinnen erreicht.
Effektiver sind langsam wirkende Präparate, die erst nach Tagen zum Tod führen – so bleibt der Köder lange attraktiv und erreicht auch Brut und Königin(nen). Damit das gelingt, ist eine sichere Identifikation entscheidend.
Wussten Sie schon?
Königinnen von Camponotus herculeanus leben bis zu 15 Jahre.
Ein einziges unentdecktes Nest kann so über Jahre hinweg einen stabilen Ameisenstaat im Haus aufrechterhalten. Viele Hausmittel bekämpfen nur die sichtbaren Arbeiterinnen, nicht aber die eigentliche Kolonie.
Was Sie wirklich tun können
1. Verdacht prüfen mit unserem kostenlosen Holzameisen-Check Online
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Beantworten Sie fünf einfache Fragen und laden Sie Bilder der betroffenen Stellen hoch – nur so kann Dr. Binker eine erste fachliche Einschätzung abgeben.
2. Bestätigung durch mikroskopische Analyse
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Dr. Gerhard Binker – Diplom-Chemiker (Univ.), Baubiologe und TÜV-zertifizierter Sachverständiger – führt die Bestimmung persönlich durch. So erhalten Sie Gewissheit, ob es sich um Holzameisen oder eine andere Art handelt.
3. Nach Bestätigung: gezielte Bekämpfung
Wurde ein Befall mit der Großen Rossameise (Camponotus herculeanus) bestätigt, helfen wir Ihnen mit erprobten Verfahren weiter – z. B. Kältetherapie, Injektionstechniken oder verzögert wirkenden Insektiziden. Wichtig ist: nicht selbst experimentieren, sondern gezielt handeln.
Ihr Experte für Schädlings-/Holzameisen-Bekämpfung:
Dr. Gerhard Binker
Binker Materialschutz GmbH
Westendstrasse 3
D – 91207 Lauf bei Nürnberg
Telefon: +49 (0) 9123 9982-0
E-Mail: verwaltung@binker.de
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Bildnachweis: AdobeStock_48479146 Quelle Henrik Larrson Camponotus herculaneus.jpeg