Die (Braun)schwarze Rossameise (Camponotus ligniperda) zählt zu den größten einheimischen Ameisenarten – und zu den gefährlichsten, wenn es um bewohnte Gebäude geht. Besonders tragisch: Der Befall wird häufig spät erkannt, weil die Tiere versteckt leben und keine klassischen Ameisenstraßen bilden.
Viele Hausbesitzer greifen zu handelsüblichen Insektiziden oder Hausmitteln – und erleben dann, dass der Befall weitergeht. Denn: Was gegen andere Ameisenarten hilft, ist bei dieser Spezies oft wirkungslos.
Die (Braun)schwarze Rossameise erkennen
Lateinischer Name: Camponotus ligniperda
Größe: 6–14 mm (Arbeiterinnen), Königin bis 17 mm
Farbe: Dunkelbraun bis schwarz
Verhalten: Keine klassischen Ameisenstraßen, vorwiegend nachtaktiv
Besonderheiten: Polygyn (mehrere Königinnen), polydom (mehrere Nester)
Diese Ameisenart nistet bevorzugt in altem, feuchtem oder vorgeschädigtem Holz – besonders in Dachstühlen, Balkenlagen und Hohlräumen. Sie fressen das Holz nicht, sondern nagen mit ihren kräftigen Mandibeln Hohlräume, um dort ihre Brut aufzuziehen. Typisch sind mehrere voneinander getrennte Nester im Gebäude. Wird ein Teil des Volkes beseitigt, bleibt der Rest aktiv.
Warum Hausmittel oft scheitern
Viele gängige Mittel wie Backpulver, Zucker-Köder oder ätherische Öle helfen hier nicht weiter. Auch viele Baumarkt-Insektizide scheitern: Sie wirken zu schnell, und die „Vorkosterinnen“ warnen den Staat. Der Köder wird nicht mehr angenommen.
Effektiver sind verzögert wirkende Präparate, die erst nach 3–6 Tagen zur Wirkung kommen – also erst dann, wenn sie an Brut und Königin verfüttert wurden. Doch dafür muss zuerst die Art korrekt bestimmt werden.
Wussten Sie schon?
Königinnen der Großen Rossameise können über 10 Jahre alt werden.
Während dieser Zeit kann sich ein Nest unbemerkt im Haus ausbreiten – auch über mehrere Etagen oder Gebäudeteile hinweg. Die Entfernung einzelner Arbeiterinnen bringt daher kaum Erfolg, solange nicht gezielt gegen das Nest und die Königin(nen) vorgegangen wird.
Was Sie wirklich tun können
1. Verdacht prüfen mit unserem kostenlosen Holzameisen-Check Online
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Beantworten Sie fünf einfache Fragen und laden Sie Bilder der betroffenen Stellen hoch – nur so kann Dr. Binker eine erste fachliche Einschätzung abgeben.
2. Bestätigung durch mikroskopische Analyse
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Dr. Gerhard Binker – Diplom-Chemiker (Univ.), Baubiologe und TÜV-zertifizierter Sachverständiger – führt die Bestimmung persönlich durch. So erhalten Sie Gewissheit, ob es sich um Holzameisen oder eine andere Art handelt.
3. Nach Bestätigung: gezielte Bekämpfung
Wurde ein Befall mit der Großen Rossameise (Camponotus ligniperda) bestätigt, helfen wir Ihnen mit erprobten Verfahren weiter – z. B. Kältetherapie, Injektionstechniken oder verzögert wirkenden Insektiziden. Wichtig ist: nicht selbst experimentieren, sondern gezielt handeln.
Ihr Experte für Schädlings-/Holzameisen-Bekämpfung:
Dr. Gerhard Binker
Binker Materialschutz GmbH
Westendstrasse 3
D – 91207 Lauf bei Nürnberg
Telefon: +49 (0) 9123 9982-0
E-Mail: verwaltung@binker.de
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Bildnachweis: AdobeStock_919494955 Quelle Peter Oetelshofen Camponotus ligniperda.jpeg