Die Glänzendschwarze Holzameise (Lasius fuliginosus) zählt zu den gefährlichsten Ameisenarten für Hausbesitzer. Sie nistet im feuchten Holz von Dachstühlen, Fachwerk, Fensterrahmen oder Wandverkleidungen – und kann über Jahre unbemerkt gravierende Schäden verursachen.
Doch wie erkennt man diese Ameise? Helfen Hausmittel? Und was tun, wenn man sie im Haus entdeckt?
Warum die Holzameise so gefährlich ist
Im Gegensatz zu harmlosen Wegameisen oder Pharaoameisen bezieht die Glänzendschwarze Holzameise aktiv Holzbereiche im Gebäudeinneren. Dabei frisst sie das Holz nicht, sondern legt kartonartige Strukturen darin an – sogenannte Kartonnester, die aus zerkautem Holz und Körpersäften bestehen.
Die Kolonien dieser Ameisenart sind besonders schwer zu bekämpfen:
- Polygyn: Es gibt mehrere Königinnen pro Kolonie. Wird nur ein Teil vernichtet, lebt der Rest weiter.
- Polydom: Die Kolonie verteilt sich auf mehrere Nester – sogenannte Zweignester – oft weit voneinander entfernt.
Dadurch reicht es bei einem Befall nicht aus, einzelne Tiere oder ein sichtbares Nest zu beseitigen. Selbst professionelle Bekämpfung ist nur dann erfolgreich, wenn alle aktiven Königinnen ausgeschaltet werden.
Typische Anzeichen im Haus
Viele Hausbesitzer bemerken die Tiere erst spät. Diese Hinweise deuten auf einen Befall hin:
- Feines, trockenes Bohrmehl unter Holzverkleidungen oder Leisten
- Kartonartige Rückstände in Hohlräumen
- Glänzend schwarze Ameisen (4–6 mm), oft auf festen Routen unterwegs
- Kratzende Geräusche in Wänden oder Decken
- Schwarmflüge an warmen Frühsommertagen (meist im Juni)
Wenn Sie einen oder mehrere dieser Hinweise feststellen, sollten Sie aktiv werden – denn ein Holzameisenstaat kann sich unbemerkt ausbreiten.
Hausmittel gegen Holzameisen?
Leider nein. Hausmittel wie Backpulver, Kreide, Lavendel oder Essig schrecken vielleicht ein paar Tiere ab – das Nest selbst bleibt aber bestehen. Diese Mittel:
- Wirken nicht tief genug
- Erreichen die Königinnen nicht
- Können im schlimmsten Fall zur Ausbreitung führen, wenn die Kolonie neue Nester bildet
Warum klassische Insektizide oft versagen
Viele greifen zu Ködern aus dem Baumarkt – doch diese scheitern bei Holzameisen fast immer. Der Grund:
Die Ameisen sind organisiert. Vorkosterinnen prüfen neues Futter, bevor es an die Kolonie weitergegeben wird. Wenn diese Vorkosterinnen sofort sterben (weil das Gift zu schnell wirkt), wird der Köder nicht mehr angenommen – und die eigentlichen Nestbewohner bleiben unberührt.
Nur langsam wirkende Gifte, sogenannte Prae-Insektizide, die sich unauffällig im Staat verbreiten, können langfristig wirken.
🐜 Wussten Sie schon?
Ameisen-Königinnen können bis zu 15 Jahre alt werden
In einem Ameisenstaat lebt eine Arbeiterin nur wenige Wochen bis Monate. Die Königin dagegen kann – je nach Art – bis zu 15 Jahre alt werden. Solange sie lebt, produziert sie ununterbrochen Nachwuchs.
Bei Holzameisen sind sogar mehrere Königinnen gleichzeitig aktiv. Diese bilden einen hochresistenten Staat, der nur schwer zu zerstören ist. Wird nur ein Teil der Kolonie getroffen, bauen die übrigen Königinnen neue Nester auf – oft an anderer Stelle im Haus.
Auch deshalb sind klassische Hausmittel oder Schnellmaßnahmen fast immer wirkungslos.
Was Sie wirklich tun können
1. Verdacht prüfen mit unserem kostenlosen Holzameisen-Check Online
Beantworten Sie fünf einfache Fragen und laden Sie Bilder der betroffenen Stellen hoch – nur so kann Dr. Binker eine erste fachliche Ersteinschätzung abgeben.
2. Bestätigung durch mikroskopische Analyse
→ Analyse durch Dr. Binker beauftragen »
Dr. Gerhard Binker – Diplom-Chemiker (Univ.), Baubiologe und TÜV-zertifizierter Sachverständiger – führt die Bestimmung persönlich durch. So erhalten Sie Gewissheit, ob es sich um Holzameisen oder eine andere Art handelt.
3. Nach Bestätigung: gezielte Bekämpfung
Wurde ein Befall durch Holzameisen bestätigt, helfen wir Ihnen mit erprobten Verfahren weiter – z. B. Kältetherapie, Injektionstechniken oder verzögert wirkenden Insektiziden. Wichtig ist: nicht selbst experimentieren, sondern gezielt handeln.
Ihr Experte für Schädlings-/Holzameisen-Bekämpfung:
Dr. Gerhard Binker
Binker Materialschutz GmbH
Westendstrasse 3
D – 91207 Lauf bei Nürnberg
Telefon: +49 (0) 9123 9982-0
E-Mail: verwaltung@binker.de
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Bildnachweis: AdobeStock_457040953 Urheber dordoLasius fuliginosus.jpeg