Die Argentinische Ameise (Linepithema humile) gilt weltweit als hoch invasive Art. Auch in Deutschland hat sie sich stellenweise etabliert, insbesondere in wärmeren Regionen und Städten. Die Art vermehrt sich sehr rasch und kann dabei erhebliche Schäden anrichten – im Gartenbau, in Parkanlagen sowie durch die Verdrängung heimischer Insektenarten.
Bildbeschreibung 1: Eine Argentinische Ameise pflegt Blattläuse zur Honigtaugewinnung
Ausbreitung und Einfluss auf das Ökosystem
Die Argentinische Ameise zeichnet sich durch ihre starke Aggressivität gegenüber anderen Ameisenarten aus. In ihrem Verbreitungsgebiet verdrängt sie konkurrierende Arten systematisch. Oftmals bildet sie sogenannte Superkolonien mit mehreren verbundenen Nestern und hoher Individuenzahl.
In Deutschland tritt die Art besonders auf:
- In Parkanlagen
- In Gärten und Gewächshäusern
- In urbanen Siedlungsgebieten
- Teilweise an oder in Gebäuden
Die Argentinische Ameise ernährt sich hauptsächlich von:
- Zuckerhaltigen Substanzen (z. B. Honigtau von Blattläusen)
- Eiweißreichen Nahrungsquellen (z. B. Insekten)
- Organischen Reststoffen und Aas
Bildbeschreibung 2: Argentinische Ameisen an Schmierläusen als Nahrungsquelle
Durch ihre hohe Fortpflanzungsrate und ihr aggressives Verhalten bringt die Art heimische Ökosysteme erheblich aus dem Gleichgewicht. Insbesondere die Bestäubung von Pflanzen kann negativ beeinflusst werden, da wichtige Bestäuber verdrängt werden.
Fortpflanzung und Koloniestruktur
Die Fortpflanzung erfolgt vorrangig im Frühjahr. Anders als bei vielen einheimischen Arten gibt es bei Linepithema humile keinen klassischen Hochzeitsflug – die Paarung erfolgt direkt im Nest.
Die geflügelten Individuen (Männchen und Jungköniginnen) treten das ganze Jahr über auf.
Bildbeschreibung 3: Geflügeltes Männchen der Argentinischen Ameise
Die Arbeiterinnen erreichen eine Körpergröße von nur ca. 2 mm. Die Königinnen sind mit 4 bis 6 mm etwas größer. Aufgrund ihrer geringen Größe werden die Tiere häufig übersehen, was eine Früherkennung erschwert.
Ein zusätzlicher negativer Effekt: Die Argentinische Ameise pflegt eine symbiotische Beziehung zu Blattläusen. Durch diese sogenannte Trophobiose profitieren die Läuse von Schutz und Pflege – was zu einer massiven Vermehrung der Blattlauspopulation führen kann.
Bildbeschreibung 4: Argentinische Ameisen melken Blattläuse für Honigtau
Bedeutung für Mensch und Gebäude
Die Argentinische Ameise kann:
- In Wohngebäude eindringen
- Lebensmittel kontaminieren
- Schäden an Gebäuden verursachen, insbesondere bei Feuchtigkeitsschäden
Bevorzugte Ansiedlungsorte sind:
- Undichte Wasserleitungen
- Feuchtes Mauerwerk oder Baumaterialien
- Abflussbereiche und Pflanzkübel
Zusätzlich besteht das Risiko der indirekten Übertragung von Krankheitserregern, etwa durch den Kontakt mit Abfällen oder Aas.
Die Bekämpfung gestaltet sich schwierig, da die Art Nester an schwer zugänglichen Stellen anlegt und ihre Nahrungssuche über große Distanzen ausdehnen kann.
Bildbeschreibung 5: Argentinische Ameise beim Schutz von Schmierläusen
Ihr Experte für Ameisen-Bekämpfung:
Dr. Gerhard Binker
Binker Materialschutz GmbH
Westendstrasse 3
D – 91207 Lauf bei Nürnberg
Telefon: +49 (0) 9123 9982-0
E-Mail: verwaltung@binker.de
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